Chronik des Reit- und Fahrverein Robern

Verfasser: Reinhold Kirschenlohr

Quelle: Festrede zum 30 jährigen Vereinsjubiläum



Im Spätjahr des Jahres 1972 hatten sich 3 Damen und 9 Herren, nach mehreren vorbereitenden Sitzungen, zur Gründung des RuFV Odenwald mit Sitz in Krumbach getroffen. Da der Verein ins Vereinsregister eingetragen werden sollte, erarbeiteten die 12 Gründungsmitglieder:

Sybille Bitzer, Käthe Grimm, Renate Schinkel, Raimund Grimm, Walter Grün, Robert
Grünwald, Herbert Hiller, Paul Hoffmann, Bernhard Johmann, Oskar Köhler,
Richard Schmidt und Edgar Wörner

die endgültige Satzung und wählten eine erste Vorstandschaft auf die Dauer von 2 Jahren.

Die geschäftsführende Vorstandschaft nach der Gründung:

1. Vorsitzender: Herbert Hiller

stellv. Vorsitzende: Frau Grimm, Herr Johmann

Kassenwartin: Frau Schinkel

Schriftführer: Herr Schmidt

 

Als allgemeine Ziele hatten sich die Gründungsmitglieder des Vereins gesteckt, die
Landes-pferdezucht und die körperliche Ertüchtigung der Allgemeinheit zu
fördern durch die Belehr-ung der Mitglieder über Pferdehaltung, Pferdepflege,
Pferdezucht und Tierschutz, Unterrichtung im Reiten und Fahren und Abhaltung von Pferdeleistungsprüfungen, Pferdeschauen und sonstigen Pferdesportlichen Veranstaltungen.

 

Am 3. Juni 1973 fand in Krumbach der erste Reitertag mit Reiter- und Springprüfungen für jugendliche, mit einer A-Dressur, einer Springprüfung der Klasse A, sowie einem Stafetten- springen statt. Der Reitplatz lag dort wo sich heute das Freischwimmbad und der Tennisplatz befinden.

 

Im August 1977 beschloss eine große Anzahl von Mitgliedern, den Sitz des Vereins nach Großeicholzheim zu verlegen. Dort wurde auf dem Gelände der Familie Bucher
geritten, dieses Reitgelände befand sich auf dem Grundstück auf dem sich später
die Fa. Titan ange-siedelt hat. Diese Verlegung nach Großeicholzheim brachte
den Verein nicht weiter und im Februar 1979 konnte man für Herrn Hiller keinen
Vorstand mehr finden und musste die Wahl vertagen. Erst im Juni dieses Jahres
konnte bei einer erneuten Sitzung dieses Dilemma um den Vorstand und auch das
Problem eines geeigneten Reitgeländes gelöst werden.

 

DieVersammlung wählte folgende neue Besetzung in die Vorstandschaft:

1.Vorsitzender: Alfred Kliebenstein

2. Vorsitzende: Herr Grünewald, Herr Balzer

Kassier: Norbert Neukirchner

Schriftführerin: Sibylle Bitzer

Mit 28:6Stimmen wurde die Verlegung des Vereins nach Fahrenbach beschlossen und dieVorstandschaft beauftragt ein geeignetes Reitgelände zu erwerben oder zu pachten.

 

Die sportliche Entwicklung des Vereins von Turnierteilnahmen einiger Mitglieder,
hier sind vor allem Sibylle Bitzer, Gerlinde Ihle, Norbert Neukirchner und
Mathias Balzer zu erwähn-en, Ausrichten von Reitertagen, Aus- und Geländeritten
sowie Teilnahmen an Fuchsjagden und Reitertreffen geprägt. Die Geselligkeit war
bei einer kleinen Mitgliederzahl von unter 50 groß geschrieben.

Im Jahre 1981 wurde Siegfried Bitzer zum Ersten und Norbert Neukirchner zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Die dann bis 1998 dauernde Kontinuität in der
Vorstandschaft hat den Verein dann in dieser langen Phase entscheidend und
nachhaltig geprägt.

Damals war es der Vorstandschaft gelungen Gelände beim Sportplatz in Robern anzupachten, was für die Ent-wicklung des Vereins, wie man heute am Sportzentrum „Roberner Höhe" sehen kann, ein großer und bedeutender Schritt war. Damit war 1998 auch verbunden und begründbar den Verein in RuFV Robern umzubenennen. Die prägende Reitanlage des Vereins ist sowohl in sportlicher, als auch in gesellschaftlicher Hinsicht von großer Bedeutung für das Dorf Robern und die Gemeinde Fahrenbach.

 

Auf diesem Gelände in Robern entwickelten sich im Laufe der Jahre die bereits früher
begon-nenen Reitertage, zu respektablen Turnierveranstaltungen bis zur
Kategorie B, fort. Die Ver-anstaltungen am Sportplatz waren stets von
zahlreichen Zuschauern aus Nah und Fern besucht, (Anlg. 1) zumal auch eine
zunehmende Schar von Kindern und Jugendlichen im Verein, unter Anleitung der
nimmermüden „Pferdeenthusiastin" Sibylle Bitzer, Bekanntschaft mit dem
Sportgerät „Pferd" gemacht hatten. 1988 wurde von Frau Bitzer eine
Voltigiergruppe ins Leben gerufen, die sich bis heute erhalten hat und sich
nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Nach dem Wegzug von Frau Bitzer nach Griechenland, zeichneten für den
Schulbetrieb seit 1997 Andrea Maier und später Michael Motzer und Gabi Kolmer
verantwortlich.

Mit dem Reitgelände auf der Roberner Höhe war der RuFV gewissermaßen sesshaft
gewor-den. Diese Dauerhaftigkeit des Standorts tat dem Verein gut, er ist im
dörflichen Leben zur festen Größe gewachsen und mit den anderen dörflichen Vereinen werden gute Beziehungen gepflegt.

 

Angesichtsder boomenden Entwicklung des Reitsports bei der Jugend und nicht zuletzt aus der Überzeugung die notwendigen Helfer und Unterstützer im Verein zu besitzen,
beschloss die Vorstandschaft 1988 den Bau einer Halle. 1989 erfolgte der 1.
Spatenstich durch den damaligen BGM Richard Reimold, (Bild Anlg. 2) und bereits
sechs Monate später konnten die ersten Veranstaltungen in der Halle, die mit
ca. 3.500 Arbeitsstunden erstellt worden war, stattfinden. Die Spring-, Dressur- und Abreitplätze entstanden in den folgenden Jahren. Der Verein verzeichnete, nicht zuletzt wegen seiner hervorragenden Sportstätten-situation und der daraus resultierenden Möglichkeiten für den Pferdesport, eine Mitglieder-explosion auf etwa 250 Mitglieder, davon ca. die Hälfte Kinder und Jugendliche, im Jahre 1997.

Beim 25 jährigen Jubiläum konnte man damit zu Recht von einer bedeutsamen Ent-wicklung des Vereins sprechen. Mit Stolz auf das in Robern geleistete, wurde dann auch der Name des Vereins in RuFV Robern geändert 1998 war dann
ein Jahr des Umbruchs und der Veränderung. Mit dem Ehepaar Bitzer, Norbert
Neukirchner und dem Ehepaar Bader, zogen sich, über Jahre maßgebende und
prägende Persönlichkeiten aus der Führung zurück. Die neue Vorstandschaft unter
Hans-Jürgen Haas und seit 1999 unter Hans Zollmann versuchte sich einzuarbeiten
und den Verein auf dem erfolgreichen Weg der Vergangenheit weiterzuführen.

 

Zu den wichtigsten Aufgaben in den folgenden Jahren zählte die weitere Verbesserung
der Ausbildung der Reiter, die Erweiterung der Anlage durch Zukauf von Gelände
und, ganz wichtig, der Bau eines eigenen Stalles, damit die Vereinseigenen Pferde
kostengünstig auf der Anlage gehalten werden konnten und die Unfallgefahr beim Anritt zur Reitanlage zu minimieren.

 

Im Jahre 2002, der Verein besteht jetzt 30 Jahre, konnte mit der
Einweihung des eigenen Reitstalles ein weiterer, wesentlicher Schritt in der
Entwicklung des Vereins abgeschlossen werden. Der Verein zählt zu diesem
Zeitpunkt 291 Mitglieder, davon waren 118 Jugendliche und Kinder. Zum
sportlichen Angebot zählt Voltigieren, Longieren, Dressurausbildung zum
Reiterwettbewerb bis zur L-Dressur, sowie die Ausbildung im
Springreiterwettbewerb bis zur Springklasse M und S.

Hier finden Sie uns

Reit- und Fahrverein Robern e.V.

Am Sportplatz 2

74864 Fahrenbach-Robern

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